Europa

Kroatien-Slowenien

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Vorwort "Kroatien-Slowenien verstehen"

Redaktion: Iva Kratlic Muiesan

Im März 1989 erschien das SympathieMagazin »Jugoslawien verstehen«. Damals befand sich die Einheit des Landes bereits in einer Zerreißprobe. Grundlegende Reformen des politischen und wirtschaftlichen Systems wären notwendig gewesen, um den mit gewalttätigen und teilweise grausamen Auseinandersetzungen verbundenen Zerfall des Vielvölkerstaates zu verhindern. Die früheren sechs Teilrepubliken sind heute unabhängige Staaten, unter ihnen Kroatien und Slowenien. Während Slowenien bereits 2004 in die EU aufgenommen wurde, ist Kroatien ein offizieller Beitrittskandidat. Mit der Herausgabe von »Kroatien - Slowenien verstehen« will der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung einen Neuanfang wagen zur Verständnis- und Sympathiewerbung für Staaten der Balkanregion, die aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangen sind. Kroatien und Slowenien sind inzwischen wieder geschätzte Reiseziele. Dennoch dürfte unser Wissen über Land und Leute, über heutiges Leben und Lebensbedingungen bruchstück- und klischeehaft sein. Die kroatischen, slowenischen und deutschen Autorinnen und Autoren möchten mit ihren interessanten Beiträgen zu mehr Durchblick jenseits von Urlaubsstränden, Balkanplatte und Sliwowitz verhelfen. Die Alltagsrealität der Kroaten und Slowenen ist vielfältig und spannend - für den Besucher jedoch nicht immer leicht zu verstehen. Da hilft dann häufig der Blick auf die lange (teilweise gemeinsame) Geschichte der beiden Nachbarstaaten.

Armin Vielhaber

Presseinformation

Ammerland, 31. März 2009
Nr. 03/2009

Gegen Klischees: Das neue SympathieMagazin "Kroatien-Slowenien verstehen"

Slowenien ist seit 2004 EU-Mitglied. Doch das kleine Land auf "der sonnigen Seite der Alpen" wird häufig genug verwechselt: Mit der Slowakei, dem östlichen Nachbarn von Tschechien. Im Gegensatz zu Kroatien sucht Slowenien nach wie vor (s)einen unverwechselbaren Platz im kollektiv-geografischen Wissen der Europäer. Obschon Kroatien gerademal erst offizieller EU-Beitrittskandidat ist, scheint es mit seinen tausend Inseln im adriatischen Meer vielen von uns wesentlich präsenter zu sein - weil es früher schon ein gefragtes Urlaubsziel war und derzeit wieder an Anziehungskraft gewinnt. "Mit der Herausgabe von "Kroatien-Slowenien verstehen" will der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung einen Neuanfang wagen zur Verständnis- und Sympathiewerbung für Staaten der Balkanregion, die aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangen sind", so der Studienkreisvorsitzende Armin Vielhaber in seinem Vorwort. Die Folgen des gewalttätigen Konflikts nach dem Zerfall des einstigen Vielvölkerstaates Jugoslawien sind längst noch nicht überwunden. Dennoch entsteht allmählich wieder die nötige Annäherung, wie der Beitrag "Die Adria eint Feinde" zeigt: "Die Serben konnten sehr lange nicht nach Kroatien fahren und hatten den starken Wunsch, es wiederzusehen", berichtet die Inhaberin eine Touristik-Agentur, die eine Buslinie zwischen Belgrad und Split eingerichtet hat. Die neue Zeit - nach der Wende von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft - ist aber vor allem für die junge Generation eine Herausforderung. Ihr mangelt es an Arbeitplätzen, viele wandern deshalb in die Städte ab. Sie sehen ihre Zukunft trotz allem im neuen Europa.
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Klaus Betz

"Kroatien-Slowenien verstehen" wurde gefördert von: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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