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Griechenland verstehen

  • Magazin Nr.: SY18
  • ISBN: nicht vergeben
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • Redaktion: Eleni Torossi
4,60

Editorial "Griechenland verstehen"

"Im Verhältnis der Völker gewinnt in Krisenzeiten das Klischee", schrieb Christiane Schlötzer in der Süddeutschen Zeitung. Die bedachte, differenzierende Betrachtung tritt in den Hintergrund. So im Mai 2010, beim Ausbruch der "Griechenland-Krise". Das Griechenland-Image geriet ins Wanken: Keine Rede mehr von schönen Urlaubsstränden, Rembetiko und Retsina, von der "Wiege der Demokratie". Griechenland - marode und korrupt, eine Gefahr für Europa. Die Griechen ein Volk von Faulenzern, Frührentnern und Betrügern. Ein türkischer Freund war entsetzt: "Das werden die Griechen so schnell nicht vergessen." "Man muss kritisieren, aber man muss auch verstehen", sagt der Schriftsteller Nikos Dimou in diesem Magazin. Unsere Redakteurin, Eleni Torossi, und ihre griechischen und deutschen Autorinnen und Autoren lenken unseren Blick auf den Alltag der Menschen, berichten von einer jungen Demokratie, von jungen Unternehmern, die glauben, dass gerade Griechenland viele Chancen bietet, sich selbstständig zu machen. Sie erzählen von einer Gesellschaft im Umbruch, von Bürgerinitiativen, gestressten Studenten und Taxifahrern, von selbstbewussten Frauen, von Männern, die am "Tag der Storchentante" gefährlich leben - und vom Unglück, ein Grieche zu sein. Und ganz nebenbei lernen wir, dass ohne Weihwasser (fast) nichts geht - und was es bedeutet, wenn einem ein Grieche die Mountza (die ausgestreckte innere Handfläche) zeigt. Kalo taxidi - Gute Reise!

Armin Vielhaber

 

Kommentare

Das „Sympathie Magazin“ wird seiner Zielsetzung gerecht. Gesellschaftliche Probleme und politische Verwerfungen der thematisierten Länder wurden noch nie ausgespart, und entsprechend gehen die Autoren auch mit der aktuellen Situation Griechenlands um. Persönliche Blicke griechischer Autoren auf sich und ihre Gesellschaft führen den Leser dahin, seine Sicht der Dinge schon etwas zu relativieren. Die Lektüre hilft in der Tat, „die Griechen“, das heißt den Otto Normalverbraucher in Athen oder auf Kreta, besser zu verstehen. Und natürlich wird auch im aktualisierten Heft kompetent über griechische Sitten, Feste, Küche und Kultur berichtet. Krise hin oder her, diese Griechenland-Ausgabe hilft jedem, sich auf seinen nächsten Urlaub beim angeschlagenen Nachbarn einzustimmen.
(Der Tagesspiegel)

Mit einer gut lesbaren Mischung aus Ironie, Wehmut, Stolz und Nüchternheit wird hier ein modernes Griechenland im Umbruch portraitiert, das seine antiken Wurzeln zwar nie vergessen hat, inzwischen aber zu einem vollwertigen Partner der EU geworden ist.
(Sonntag aktuell)

Ein mit zusätzlichen Informationen für Urlauber versehenes Heft, das Standards für den modernen, aktuellen Reiseführer setzt.
(Süddeutsche Zeitung)

 

Studienkreis-Wettbewerb

Preisträger - TOURA D'OR-Filmwettbewerb Zukunftsfähiger Tourismus:

 

Links

Eine Reise durch Kultur und Geschichte Griechenlands von den Mythen über Antike und Byzanz bis heute, mit Musikbeispielen aus dem Kulturkreis. Erschienen in der Reihe "Länder hören - Kulturen entdecken", ausgezeichnet mit dem ITB BuchAward und dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.

Hrsg.: Silberfuchs-Verlag, Hören & Wissen

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