Asien

Vietnam-Kambodscha-Laos

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Vorwort "Vietnam-Kambodscha-Laos verstehen"

Redaktion: Oskar Weggel

Vietcong, Agent Orange oder Killing Fields sind Begriffe, die bei uns fast nur noch der älteren Generation etwas sagen. Die Jüngeren assoziieren mit Vietnam, Kambodscha und Laos eher kulturelle und touristische Schauplätze wie die Tempelanlagen von Angkor Wat und Luang Prabang oder die herrlichen Strände im Süden Vietnams. Darüber hinaus wissen wir immer noch vergleichsweise wenig über die drei Länder - über ihre Menschen und deren heutige Lebenssituationen. Da Vietnam, Kambodscha und Laos jahrzehntelang von den ehemaligen französischen Kolonialherrn unter "Indochina" subsumiert wurden, konnte der Eindruck entstehen, die Länder seien eine politische und kulturelle Einheit. Das waren sie aber nie - und sind es auch heute nicht. Im Gegensatz zu Kambodscha und Laos wurde Vietnam nicht indisiert, sondern sinisiert. Es übernahm fast die gesamte chinesische Tradition: von der konfuzianischen Gesellschaftsordnung über die Schrift bis hin zu Kunst und Literatur. Die Unterschiede zu den überwiegend von Indien beeinflussten Lebensformen in Laos und Kambodscha waren groß, beginnen sich aber zunehmend aufzulösen. Heute zeigen die drei Länder gemeinsame Merkmale: auf der einen Seite rasantes Bevölkerungswachstum, hohe Jugendarbeitslosigkeit, krasse Einkommensunterschiede, Korruption. Andererseits die Hoffnungen der jungen Menschen auf eine Zukunft, die Traditionen zwar hochhält, mit dem ein oder anderen Tabu vielleicht aber auch bricht. "Ich will vor dem Ho-Chi-Minh-Denkmal skateboarden und mein eigenes Handy besitzen" - wünscht sich der junge Vietnamese Nguyen Van Khai. Wer sich als Urlauber aufmacht, Vietnam, Laos oder Kambodscha zu bereisen, hat die Chance, sich vielerorts auf noch unausgetretenen touristischen Pfaden zu bewegen. Tiefe Einblicke in fremde Welten, in die scheue Schönheit dieser Länder werden jene bekommen, die respektvoll und behutsam auf die Menschen zugehen und sich auf ihre Gastfreundschaft einlassen. In diesem Sinne: Gute Reise!

Dietlind von Laßberg

Presseinformation

Seefeld, 10. November 2011
9/2011

Ho-Chi-Min und Handy: Das SympathieMagazin "Vietnam-Kambodscha-Laos verstehen" erscheint im neuen Layout und portraitiert die Länder am Mekong


"Ich bin Deutsch-Vietnamesin - basta!"
"Mir gefallen die SympathieMagazine, weil sie die Länder von allen Seiten beleuchten. Das ist auch mir ein besonderes Anliegen."
(Magazinbotschafterin Min-Kai Phan-Thi)

Die große verbindende Lebensader ist der Mekong. Ohne das Wasser aus diesem mächtigen Strom gibt es keinen Reis und ohne Reis kein Leben. Jahrzehntelang waren die drei südostasiatischen Staaten Vietnam, Kambodscha und Laos als eine Art Schicksalsgemeinschaft verschmolzen, in der Krieg und Gewalt zum Alltag gehörten. Doch was die ehemaligen französischen Kolonialherren einst unter dem Begriff Indochina "vereinten", hat die Schatten der Vergangenheit hinter sich gelassen und bewegt sich mit Schwung und Optimismus in Richtung Zukunft. Da die Länder dennoch weder kulturell noch politisch eine Einheit bilden, macht gerade das Erleben der Schnittstelle zweier großer Kulturen den besonderen Reiz einer Reise durch die Welt am Mekong aus. Hier das eher von den chinesischen Traditionen geprägte Vietnam, dort die von Indien beeinflussten Lebensweisen in Kambodscha und Laos. Noch spannender aber ist es mitzuverfolgen, wie gegenwärtig vor allem die jungen Menschen, getrieben von ihrer Neugier und ihrem Lerneifer, nach vorne stürmen. In Kambodscha ist dies besonders deutlich zu spüren. Bedingt durch die Schreckensherrschaft des Pol-Pot-Regimes in den Jahren 1976 bis 1979 fehlt diesem Land nahezu eine komplette Generation. Vietnam dagegen gehört längst zu den aufstrebenden Nationen Asiens. Besonders in der Privatwirtschaft erlebte es in den letzten 20 Jahren einen regelrechten Boom. In vielen unterhaltsamen und informativen Geschichten kommen die Menschen der drei Länder zu Wort. Sie erzählen von ihrer teilweise schmerzhaften Vergangenheit, von findigen Geschäftsideen und den Herausforderungen der Globalisierung. Die Gleichzeitigkeit von Herkunft, Traditionsbewusstsein und Aufbruch vermag der junge Vietnamese Nguyen Van Khai in einem einzigen Satz auf den Punkt zu bringen: "Ich will vor dem Ho-Chi-Minh-Denkmal skateboarden und mein eigenes Handy besitzen."
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Klaus Betz

"Vietnam-Kambodscha-Laos verstehen" wurde  gefördert von:

  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammen-arbeit (GIZ) GmbH
  • Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED) - Tourism Watch
  • Missio - Internationales Katholisches Missionswerk

 

Studienkreis-Wettbewerb

Preisträger in Vietnam - TOURA D'OR-Filmwettbewerb Zukunftsfähiger Tourismus:

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