Asien

Mongolei

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Editorial »Mongolei verstehen«

Noch vor einigen Jahren schwärmte man vom »Wirtschaftswunder Mongolei« und hielt das Land für eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Die Töne sind heute nachdenklicher geworden: »Der Wirtschaftsboom der letzten Jahre hat tiefe Spuren hinterlassen«, so der Redakteur des Magazins, Wolfgang Luck. Und Dulguun Batmunkh, einer der mongolischen Autoren, ergänzt wehmütig: »Im Rausch der Modernisierung haben wir viel von unserem nomadischen Herz verloren.« Die Mongolei brauche ihren eigenen Weg, der im Einklang mit der nomadischen Kultur des Landes stehe.

Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus und dem Wechsel zur Demokratie Ende des vorigen Jahrhunderts durchlief die Mongolei eine rasante Metamorphose. Die Hauptstadt Ulan Bator entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einer vibrierenden, quicklebendigen Metropole. Bildungschancen und Karrieremöglichkeiten setzten eine unglaubliche Zuwanderung nomadischer Familien in Gang. Heute leben bereits 1,3 von 3 Millionen Mongolen dort. Eine Entwicklung, die Folgen hat: Wohnungsknappheit, Armut, Staus, Smog. Das ohnehin fast menschenleere Land wird weiter entvölkert.

Wenn man als Urlauber die Mongolei bereist, wird man konfrontiert mit diesen extremen Kontrasten zwischen Stadt und Land, zwischen Moderne und dem traditionellen Nomadenleben – und kann mitverfolgen, wie die Mongolinnen und Mongolen diesen Spagat im Alltag meistern. Gleichzeitig wird man aber auch fasziniert sein von der scheinbar endlosen Weite des Landes, von unberührten Steppenlandschaften und vom Zauber der schneebedeckten Berge. Wer einmal in der Wüste das vom Wind verursachte »Singen der Dünen« miterlebt hat, den lässt die Mongolei nicht mehr los.

Dietlind von Laßberg

 

 

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