Amerika & Karibik

USA

4,60 inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Editorial „USA verstehen“

Unser Bild von Amerika ist mit klischeehaften Vorstellungen ebenso verknüpft wie mit Träumen – auch wenn sich manche schon teilweise relativiert haben: wie etwa vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, vom voraussetzungslosen Aufstieg, egal welcher Bildung, Rasse oder Religion man angehört, oder der Traum vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der mächtigste Staat der Welt steht auch heute noch für die Idee der Freiheit und Selbstentfaltung des Einzelnen, aber: Amerika verändert sich – in den letzten Jahren so schnell wie kaum je zuvor. Seit dem 11. September 2001 sind viele Amerikaner verunsichert, orientierungslos. »Die USA befinden sich in einer schmerzhaften Metamorphose«, schreibt Dietmar Herz, der Redakteur des vorliegenden Magazins. Amerika wird zukünftig mehr hispanisch und asiatisch geprägt sein – und mit dieser ethnischen Veränderung werden sich auch amerikanische Werte verändern. Auch der Wahlkampf macht deutlich: Amerika ist gespalten, gespaltener denn je. Gelingt Präsident Obama die Wiederwahl, wird er es schwer haben, seine wirtschaftlichen und sozialen Reformen weiter voranzubringen. Gewinnen die Republikaner die Präsidentschaftswahlen, wird Amerika wohl radikaler, religiöser, reaktionärer werden.

Die deutschen und amerikanischen Autorinnen und Autoren dieses Magazins versuchen, den Veränderungsprozess der amerikanischen Gesellschaft verständlicher zu machen. Sie wollen aber auch dazu anregen, das faszinierende Land persönlich kennenzulernen – aufgeschlossen und mit Neugier. Denn abseits der bekannten Wirklichkeiten gibt es vieles, das uns Europäer überraschen und begeistern wird: nicht nur den »Sound of New Orleans« – der von intensiven Gefühlen, von Sorgen, Glück und Liebe erzählende amerikanische Blues – sondern auch die endlos weiten Landschaften, die scheinbar keine Grenzen haben und Freiheit verheißen. Gute Reise!

Dietlind von Laßberg

 

Presse-Information

Seefeld, 04. April 2012

Nr. 04/2012

Zwischen Soccer, Social Network und dem Sound of New Orleans –Das neue SympathieMagazin »USA verstehen« berichtet über den vielschichtigen »American Way of Life«

Bei Carmen und Grace dreht sich alles um Soccer, den amerikanischen Fußball. Die deutsche Austauschschülerin und ihre amerikanische Teamkollegin haben sich bei Eisbädern und Fitnesstests zusammengerauft und lachen inzwischen bei einem leckeren »frozen drink« über den »Carmen Move« und ordinäre Rapsongs.

Der 18-jährige Skyler aus Manhattan hingegen definiert sich hauptsächlich über MySpace. Das in den 90er Jahren geborene Phänomen Social Network ist eine richtig amerikanische Erfolgsstory. Für alle Jugendlichen in Amerika ein »must«.

Mit noch anderen Herausforderungen haben die vielen Studenten auf den öffentlichen Community-Colleges zu kämpfen. Englisch ist nur für wenige die Muttersprache; sie müssen nebenher ihren Lebensunterhalt verdienen und teilweise auch noch Kinder versorgen. Dennoch eint sie alle der Wunsch, ihre individuellen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben zu verbessern.

In keinem anderen Land verbinden sich so viele verschiedene Kulturen zu einem »melting pot«. Nirgendwo werden Freiheitsgefühl und Patriotismus so hoch gehalten. Und dennoch: Das Selbstverständnis vieler US-Amerikaner pendelt zwischen »easy going« und erschrockenen Selbstzweifeln. Während die eher intellektuellen Kreise ein gerechtes Steuersystem fordern und gegen die Verarmung der Mittelschicht protestieren, haben Immigranten und der überwiegende Teil der schwarzen Bevölkerung eher existentielle Sorgen. Trotzdem sind und bleiben die USA für viele Menschen ein Land der Hoffnung mit Chancen auf ein besseres Leben. Der mächtigste Staat der Welt steht noch immer für Aufstieg, grenzenlose Freiheit und individuelle Selbstentfaltung, aber er verändert sich – schneller als je zuvor.

Die einheimischen und deutschen Autoren des neuen SympathieMagazins »USA verstehen« nehmen den Leser mit auf eine Reise durch ein Land, das so oft gefilmt, fotografiert, gemalt und beschrieben wurde, dass es uns seltsam vertraut vorkommt – und doch wissen wir von dessen Alltag weit weniger als wir glauben. Was ist eigentlich eine »Soccer Mum«? Was muss man beim »Dating« beachten? Und wieso ist Thanksgiving der beliebteste amerikanische Feiertag?

Grund genug sich selbst auf die Reise ins »gelobte Land« zu machen, wo jedes Klischee passt und keines stimmt.

––––––––––––––––––––––––––––––––

Andrea Rudolf

 

Kommentar

Das Heft gibt unterhaltsame und lehrreiche Einblicke in das Leben in den USA. Hochglanzästhetik (...), die unser USA-Bild unzulässig schönt, habe ich mir im "SympathieMagazin" nicht anschauen müssen. Das USA-Heft ist jedenfalls gut geeignet zur Reisevorbereitung und führt zu Verständnis schon vor der Reise, auf der Reise und vielleicht sogar zu Völkerverständigung.

(Akademische Monatsblätter)

 

Links

Zurück