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Costa Rica-Guatemala-Nicaragua verstehen

  • Magazin Nr.: SY66
  • ISBN: 978-3-9816489-6-6
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Redaktion: Susanne Asal und Sandra Weiss
4,60

Editorial »Costa Rica-Guatemala-Nicaragua verstehen«

Da ist von paradiesischer Üppigkeit die Rede, von atemberaubender Naturschönheit und magischen Bauwerken, von der legendären Lebensfreude der einheimischen Bevölkerung, ihren ausgelassenen Festen, von »pura vida« eben, vom »wahren, vollen Leben«. So wird bei uns häufig für eine Urlaubsreise in die zentralamerikanischen Länder Costa Rica, Nicaragua und Guatemala geworben. All dies trifft zu, bildet aber nur einen Teil der Wirklichkeit ab.

Jenseits der touristischen Highlights in den Reiseprospekten besteht für ausländische Besucher immer auch die Chance, in die wechselvolle Geschichte dieser Länder einzutauchen, die spannenden politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen zu verfolgen und den ganz normalen Alltag der Bewohner mit all seinen Widersprüchen wahrzunehmen. Denn davon gibt es viele in diesen Ländern – samt der daraus resultierenden Probleme. Am wenigsten sichtbar in Costa Rica, einem Land mit demokratischer Tradition, einer umfassenden Sozialgesetzgebung und einem relativ hohen Lebensstandard. Ein Land, das weitestgehend von Bürgerkriegen verschont geblieben ist.

Demgegenüber sind in Nicaragua und Guatemala die Folgen früherer Bürgerkriege unverändert aktuell: Korruption, Drogenhandel, Menschenrechtsverletzungen. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut, Kindersterblichkeit und Analphabetenrate sind hoch. In beiden Ländern kämpfen die »indígenas« seit kolonialer Zeit um ihre Identität. Sie besitzen so gut wie keine Rechte, sind von Entwicklung, Wohlstand und Bildung weitgehend ausgeschlossen. »Erst wenn unsere Ethnien ihre Rechte wiedererlangen«, meint etwa Max Araujo, einer der Autoren des Magazins, »werden wir von einem neuen Guatemala können, in dem soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit herrschen.«

Dietlind von Laßberg

 

Presseinformation

»Costa Rica Guatemala Nicaragua verstehen«

 

Kommentare

"Heute ist der Tag Toj", mahnt der Priester. (...) Noch vor 15 Jahren war es für die Maya in Guatemala lebensgefährlich, einen Kult-Tag wie diesen zu zelebrieren. Damals wütete ein (fast 36 Jahre währender) Bürgerkrieg und die unterdrückte indigene Urbevölkerung litt fürchterlich. Sie konnte den Rückstand bis heute nicht aufholen. (...) Im Vergleich dazu wirkt Costa Rica wie ein wundersames, von Wohlstand und Stabilität geprägtes Phänomen. Allerdings scheint die "Schweiz Mittelamerikas" durch Globalisierungseffekte gefährdet. (...) Nicaragua hingegen ist - als Folge der langjährigen Auseinandersetzungen zwischen Contras und Sandinistas - erst im Jahr 2006 wieder auf dem wirtschaftlichen Stand von 1978 angekommen. Und doch können Besucher(innen) in Nicaragua eine ganz besondere Atmosphäre erleben: Sie treffen auf eine faszinierende Mischung aus politisierender Poesie, Charme, Stolz und den Traum von einer (auf ewig angelegten) "Revolución para siempre".
(Presse-Information des Studienkreises)

 

Studienkreis-Wettbewerbe

Preisträger - TO DO!-Wettbewerb Sozialverantwortlicher Tourismus:

 

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