Amerika & Karibik

Brasilien

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Vorwort "Brasilien verstehen"

Redaktion: Sandra Weiss und Karl-Ludolf Hübener

Schon längst denken wir bei Brasilien nicht mehr nur an Rio, Karneval, ballverliebte Zauberkünstler und Sambaklänge. Auch wenn der Raubbau des Regenwalds noch nicht gestoppt wurde und die Probleme in den Elendsvierteln (Favelas) weiterhin bestehen, drängen sich doch allmählich ganz andere Bilder in den Vordergrund: von einem Land an der Schwelle zur Industrienation mit rasantem Wirtschaftswachstum, gigantischen Bodenschätzen und fortschrittlichen Ideen in der Solartechnologie und Pharmaindustrie. Inzwischen ist Dilma Rousseff als erste weibliche Präsidentin des Landes im Amt und lässt es an Deutlichkeit nicht fehlen: "Der hartnäckigste Kampf meiner Regierung wird es sein, die absolute Armut abzuschaffen." Den Sozialstaat mit öffentlicher Altersvorsorge sowie Bildungs- und Gesundheitswesen will sie gezielt weiter ausbauen. "Brasilien soll ein Land werden", so Dilma Rousseff, "das seiner Bevölkerung die größtmöglichen Lebenschancen bietet." Bleibt zu hoffen, dass von dieser Vision nicht nur die weiße Bevölkerung profitiert. Nach wie vor sind Indigene und Afrobrasilianer unterprivilegiert. Allerdings regt sich Widerstand, und seit ein paar Jahren ist ein neues schwarzes Selbstbewusstsein zu spüren. Die junge schwarze Studentin Thais sagt nach einer Capoeira-Aufführung stolz: "Das ist die Kultur, die wir Schwarzen Brasilien geschenkt haben." Wer Brasilien bereist, erlebt ein Land voller Kontraste und Widersprüche. Manche schmerzen, andere verzaubern. Denn auch dies ist Brasilien: kreischende Papageien, neugierige Nasenbären, die Urgewalt niederstürzender Wassermassen der Wasserfälle von Iguaçu. Kurzum, es ist ein Feuerwerk aus Farben, Geräuschen und Gerüchen. Die Gastfreundschaft der Menschen, ihr Temperament, aber auch ihre Gelassenheit machen jeden Brasilienbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. In diesem Sinne: gute Reise und spannende Erfahrungen - nicht erst bei der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016.

Dietlind von Laßberg

 

Presseinformation

Seefeld, 07. Dezember 2011

Nr. 10/2011

Das SympathieMagazin "Brasilien verstehen" zeigt ein Land, so groß wie ein Kontinent, fernab der Klischees von Samba, Kaffee und Fußball.

Beliebt war das größte Land Lateinamerikas bei Reisenden schon immer. Wegen seiner tropischen Üppigkeit, der Lebenslust seiner Menschen, den Stränden, den Festen und der Musik. Ernst genommen wurde es dafür nicht unbedingt. Als Stefan Zweig in den 30er Jahren vom "Land der Zukunft" schrieb, glaubten nicht einmal die Brasilianer selbst daran. Sie stellten seiner Aussage angesichts von Diktatur und Wirtschaftskrise ein spöttisches "ewig" voran. Doch in den vergangenen 15 Jahren entfaltete es sein schlummerndes Potenzial. Heute ist Brasilien siebtgrößte Wirtschaftsnation der Erde, Ausrichter der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Spiele 2016, Exporteur von Flugzeugen und Vorreiter bei der Nutzung nachhaltiger Energien. Wie dies gelungen ist, was dabei auf der Strecke blieb und wie sich die Brasilianer selbst sehen, das alles erzählen die einheimischen und deutschen Autoren im neuen SympathieMagazin "Brasilien verstehen". In kurzen, lebendig und kenntnisreich geschriebenen Artikeln nehmen sie die Leserinnen und Leser mit auf eine abenteuerliche Reise. Zu Favela-Bewohnern und Bauern, zu den Candomblé-Riten der Afrobrasilianer in Bahía, zu Bootstouren auf dem Amazonas oder zu einem Spaziergang durch die facettenreiche Megalopolis São Paulo bis hinein in die abgeschirmten Ghettos der Reichen. Magazinbotschafter Rüdiger Nehberg erzählt von seinen Begegnungen mit den Yanomami-Indianern. Eduardo Simões berichtet vom "jeito", der brasilianischen Mischung aus Flexibilität, Leichtigkeit und Improvisationstalent, der manche Besucher mit ganz anderen Zeit- und Zielvorstellungen zur Verzweiflung treibt. Unterstützt durch eindrucksvolle Bilder lädt das neue SympathieMagazin ein, sich näher mit Land und Leuten zu befassen. Ein unabdingbarer Reisebegleiter für alle, die fernab der Klischees einen Blick hinter die Kulissen werfen und dieses faszinierende Land mit seinen sympathischen Menschen besser kennenlernen wollen.
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Andrea Rudolf

"Brasilien verstehen" wurde gefördert von:

  • Adveniat - Bischöfliche Aktion
  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED) - Tourism Watch
  • KATE - Kontaktstelle für Umwelt & Entwicklung
  • Respect - Institut für integrativen Tourismus und Entwicklung

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Die Vielfalt Brasiliens beleuchten Autoren aus Brasilien und aus Deutschland in dem "Sympathie Magazin: Brasilien verstehen", das vom Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V. herausgegeben wird. Innen- und Aussenpolitik, Wirtschaft und Umwelt, Frauen und Jugend, Literatur und Kino, Karneval und kulinarische Genüsse, Kirche und Religion: auf über 64 Seiten, in Text und Bild, veranschaulicht das Magazin verschiedene Aspekte des grössten lateinamerikanischen Landes. Die sorgfältig recherchierten Beiträge zeigen ein Brasilien jenseits von Klischeevorstellungen.
(brasilien.de Reiseservice)

 

Studienkreis-Wettbewerbe

Preisträger in Brasilien - TO DO!-Wettbewerb Sozialverantwortlicher Tourismus:

Preisträger in Brasilien - TOURA D'OR-Filmwettbewerb Zukunftsfähiger Tourismus:

 

Links

Eine musikalisch illustrierte Reise durch Kultur und Geschichte Brasiliens von den indigenen Mythen bis in die Gegenwart.

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Hrsg.: Silberfuchs-Verlag, Hören & Wissen.

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