Afrika, Nahost & Arabien

Namibia

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Vorwort "Namibia verstehen"

Redaktion: Hein Möllers

Namibia ist binnen 20 Jahren ein politisch und wirtschaftlich stabiles Land geworden. Seine Verfassung gilt weltweit als eine der freiesten und liberalsten. Sie schreibt die Menschenrechte fest, sie garantiert Gewaltenteilung, eine pluralistische Politik und freie Meinungsäußerung. Und doch: Namibias Vergangenheit ist noch lange nicht bewältigt. Die deutsche Kolonialzeit und das auf Rassentrennung beruhende Apartheidsystem der südafrikanischen Besatzer haben Spuren hinterlassen – über die seit 1990 bestehende Unabhängigkeit hinaus.

Die Situation der schwarzen Bevölkerung ändert sich nur langsam, die Umsetzung der Landreform kommt eher schleppend voran, und die Unterschiede zwischen Arm und Reich, Schwarz und Weiß sind unverändert groß. Und: Der Kampf gegen Aids verändert die Gesellschaft dauerhaft. Andererseits ist die Stimmung aber auch von Elan, Aufbruch und einem neuen Selbstbewusstsein geprägt. Insbesondere bei den Frauen und den schwarzen Namibierinnen und Namibiern. Sie sind stolz auf ihr Land und auf das, was sie bisher erreicht haben: »Nie aufgeben, härter arbeiten und an sich glauben«, fordert die populäre namibische Sängerin Erna Muundjua Chimu und ermutigt ihre Zuhörer: »Wenn du einen Traum hast, (…) erfülle ihn mit all deiner Kraft.«

Wer als deutscher Urlauber Namibia bereist, wird immer wieder der
eigenen Vergangenheit begegnen. Er lernt aber auch ein afrikanisches Land kennen, dessen herbe Schönheit, dessen atemberaubende Natur, dessen Vielzahl von Völkern und Kulturen faszinieren – vorausgesetzt, man lässt sich darauf ein, sucht das Gespräch und begegnet der Neugier der einheimischen schwarzen Bevölkerung mit einer offenen Haltung. In diesem Sinne: Machen Sie sich auf den Weg! »Owe uya po«! – Willkommen in Namibia!

Dietlind von Laßberg

Das SympathieMagazin "Namibia verstehen" wurde gefördert von:

  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED)
  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
  • Missio - Internationales Katholisches Missionswerk

 

Kommentare

Es ist die Fülle authentischer Äußerungen von Menschen, die das Land gestalten, die Auswahl der einzelnen thematischen Bereiche, die gute Verbindung von Geschichte und Gegenwart und ebenso die ausdrucksfähigen Bilder, die das SympathieMagazin Namibia für mich zu einer sehr informativen und überaus gelungenen Lektüre machen. Kompliment an den Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V.!
(Reinhold Hemker, MdB)

"Namibia verstehen" wirft einen Blick hinter die touristischen Kulissen dieses von Spuren der Apartheid und des Kolonialismus geprägten Landes. LeserInnen erfahren Wissenswertes über die Geschichte des Landes, Landreform, Frauenrechte, Wasserversorgung, u.a., aber sie erhalten auch wichtige Reiseinformationen, die den Reiseführer ersetzen. Schöne Bilder machen neugierig auf dieses zwiespältige Land.
(weltsicht weitsicht)

Wer nach Namibia reisen will, sollte sich vorher unbedingt "Namibia verstehen" anfordern...Das Heft ist zwar dünn, aber inhaltsschwer. Politik, Geschichte, Landeskunde: Hier steht alles drin, was man wissen muss...Ein Muss für alle, die sich ernsthaft mit dem südwestafrikanischen Staat auseinander setzen wollen und nicht nur zum Elefanten gucken nach Windhoek fliegen.
(Heilbronner Stimme)

Sie sind in der Tat auf dem richtigen Weg! Dies ist mir klar geworden, seit ich mich von Ihnen in zwei Länder habe einführen lassen, von denen ich bis dato nichts, aber auch gar nichts gewußt oder verstanden habe – und mit denen ich inzwischen recht vertraut geworden bin – Argentinien und Namibia. Das Kapitel über Raum und Zeit in Namibia müsste mit Gold eingerahmt werden! Weiter so!
(Prof. Dr. Oskar Weggel)

Früher, als man noch ohne Video- und Digitalkamera viele Stunden reisen musste, um an einem Ziel anzukommen, erzählten sich die Menschen Geschichten. Heute sendet man in sekundenschnelle vom Urlaubsort per Handy Impressionen durch die Welt. Wir verständigen uns auf moderne Weise, nur verstanden haben wir oft nicht viel. In Ihrem Heft "Namibia verstehen", erzählen uns viele verschiedene Menschen diese, im digitalen Reiszeitalter fehlenden Geschichten auf sehr sympathische Art und präsentieren so ein facettenreiches Land – Namibia. Ihnen herzlichen Dank für ein wirklich gelungenes, kleines aber tiefgründiges Magazin.
(Prof. Peter H. Katjavivi, Botschafter der Republik Namibia)

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