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Tunesien verstehen

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Ammerland, 4. Dezember 2008
Nr. 11/2008

Ein arabisches Land, das aus dem Rahmen fällt
Das neue SympathieMagazin "Tunesien verstehen" erklärt warum

"Ich will meine Würde und ich werde mein Glück suchen wo der Schnee fällt/ Ich gehe weg, um meine Mama glücklich zu machen." Wenn Rapper Balti aus dem Tuniser Unterschichtsvorort Sidi Hassine Essijoumi ein Konzert gibt, hält es sein Publikum nicht mehr auf den Plätzen. Balti ist einer von vielen Tunesiern und Tunesierinnen, die im neuen SympathieMagazin "Tunesien verstehen" zu Wort kommen. Der Rebell mit der Baseballkappe lässt sich von Zensurdrohungen nicht einschüchtern und drückt die Gefühle der junger Menschen aus - einer Generation, die inmitten der kulturellen und wirtschaftlichen Globalisierung nach ihrer Identität sucht, hin- und hergerissen zwischen der Liebe zur mediterran geprägten tunesischen Heimat, der arabisch-islamischen Kultur und der Sehnsucht nach Europa.
Tunesiens Sprache ist arabisch und doch fällt das kleine Land mit seinen zehn Millionen Einwohnern im Vergleich mit dem Rest der arabischen Region in vieler Hinsicht aus dem Rahmen. Obwohl immer noch eine Projektionsfläche für die Orientsehnsüchte des Westens, hat Tunesien als einziges arabisches Land Frauen und Männer rechtlich nahezu gleich-gestellt. Die Tunesier sind flächendeckend krankenversichert - auch das ist in der arabischen Welt die Ausnahme.

Außerdem hat Tunesien es ohne nennenswerte Rohstoffe geschafft, sich wirtschaftlich eine Spitzenposition in der arabischen Welt zu erarbeiten: Durch die geschickte Nutzung touristischer und landwirtschaftlicher Ressourcen ist Tunesien nach Libyen zum wohlhabendsten Land Afrikas aufgerückt. Fragen, wo die tunesische Gesellschaft zur Zeit steht und was die wirtschaftlichen und politischen Perspektiven sind, werden im Magazin aufgegriffen. Klar wird auch: Das Land bietet mehr als Badeurlaub. Wenn Gina Maeder von ihren Erlebnissen mit Beduinen in der Sahara erzählt oder ein Urlauber berichtet, wie tunesische Ärzte ihm das Leben retteten, dann ahnt man, dass Tunesien z.B. beim Öko-, Wellness- und Medizintourismus noch viel ungenutztes Potenzial hat.

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Verantwortlich für den Text: Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e.V.


Das SympathieMagazin "Tunesien verstehen" wurde redaktionell betreut von Martina Sabra.

"Tunesien verstehen" wurde gefördert von:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ),
Evangelischer Entwicklungsdienst e.V. (EED) - Tourism Watch,
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH,
Internationales Katholisches Missionswerk.

SympathieMagazine gibt es nicht im Buchhandel oder am Kiosk, sondern online hier auf diesen Seiten.

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