Ammerland, 31. März 2009
Nr. 04/2009
Ahoj! Nachbarn
Das neue SympathieMagazin "Tschechien verstehen"
Warum der tschechische Alltagsgruß ausgerechnet "Ahoj!" lautet - fernab aller
Meere -, das vermögen auch die Autoren und Autorinnen des neuen SympathieMagazins
"Tschechien verstehen" nicht zu enträtseln. Dafür aber nehmen sie uns mit
auf eine Reise in den Alltag unseres Nachbarlandes.
So erleben wir beispielsweise einen "Tag bei den Novaks", die ihre liebe Mühe haben,
ausreichend Einkommen zu erwirtschaften (Eltern, zwei Kinder, vier Handys). Hier die Sorge
um den im Aufbau befindlichen Massage-salon, dort die Wünsche und Ansprüche
der heutigen Zeit (Auto, Tanzkurs, Inline-Skates). Tschechien ist in Europa angekommen.
Doch die größte Last in der sich verändernden Gesellschaft unseres
Nachbarlandes tragen die Frauen. Einerseits hat Tschechien eine der höchsten
Frauen-Beschäftigungsquoten Europas, andererseits werden erst allmählich
die noch immer vorhandenen Klischees aus den Schulbüchern getilgt: "Mama kocht"
und "Papa kann gut Autofahren".
Mit solchen Ansichten können sich junge Tschechen kaum noch identifizieren.
Sie wollen auch nicht länger nur "Neu"-Europäer sein. Viel lieber wollen
sie sich Einmischen und Verantwortung übernehmen. "Über vier Jahrzehnte
hinweg praktizierten die meisten Tschechen nur eine einzige Form des politischen
Handelns - den Rückzug ins Private." Dies soll und wird, so das Credo der
Nachwende-Generation, der Vergangenheit angehören. Im Vordergrund steht für
viele die Neugier auf das Leben der anderen Europäer und der Wunsch, dass eben
diese anderen Europäer genauso neugierig sind auf Tschechien.
Auf der regionalen Ebene wird dies längst in die Tat umgesetzt.
Dank des deutsch-tschechischen Jugendaustausch-Programms "Tandem" können junge
Tschechen ihre Praktika in Bayern absolvieren und junge Deutsche umgekehrt in Böhmen.
Ahoj! meint übrigens: Hallo. Hallo Nachbarn!
Verantwortlich für den Text: Klaus Betz
Das SympathieMagazin "Tschechien verstehen" wurde redaktionell betreut von Uwe Birnstein und Renate Zöller.
"Tschechien verstehen" wurde gefördert von:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
SympathieMagazine gibt es nicht im Buchhandel oder am Kiosk, sondern online hier auf diesen Seiten.