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Buddhismus verstehen

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Vorwort "Buddhismus verstehen"

In den westlichen Industrieländern ist das Interesse am Buddhismus stark gestiegen. Publikationen und Filme über die aus Asien kommende Weltreligion erfreuen sich bei uns großer Aufmerksamkeit. Buddhistische Klöster und Meditationszentren gibt es inzwischen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.
Zweifellos hat der 14. Dalai Lama - religiöses und weltliches Oberhaupt der Tibeter - erheblich zur Popularität des Buddhismus beigetragen. Durch sein weltweites Engagement für ein freies Tibet hat der Friedensnobelpreisträger immer wieder an die Folgen der Besetzung seiner Heimat durch China erinnert. Durch ihn wurde aber auch deutlich, dass uns der Buddhismus etwas zu sagen hat.
Buddha ist kein Gott und auch kein Heiland, der die Menschen durch seine Gnade ohne ihr eigenes Zutun erlöst. Buddha ist ein "erleuchteter" Mensch, ein Wegweiser, der den Pfad zum Heil nur zeigen kann. Den Pfad zu beschreiten ist kein Spaziergang, sondern ein mühevoller Weg zur Selbsterkenntnis und Weisheit, zur Erlösung vom Leid. Die Beschäftigung mit dem Buddhismus eröffnet auch den Zugang zu anderen Kulturen. Richtig angewendet kann er hervorragend zur interkulturellen Verständigung beitragen - auch beim Reisen. Sympathisch am Buddhismus ist auch, dass er keinen Anspruch erhebt, die einzig wahre Religion zu sein. Der Dalai Lama betont unablässig den Vorteil verschiedener Religionen: nur die "Vielfalt der Religionen" könne der "Vielfalt der Menschen" gerecht werden.

Armin Vielhaber

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Sympathie für die Welt